Der Fachkräftemangel in der Schweiz hat sich in den letzten Jahren zu einer der zentralen Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft entwickelt. In nahezu allen Branchen – von der Pflege über das Handwerk bis zur IT – fehlen qualifizierte Fachkräfte. Die Gründe sind vielfältig: demografischer Wandel, veränderte Bildungspräferenzen, aber auch der internationale Wettbewerb um Talente. Dieser Beitrag zeigt, mit welchen konkreten Maßnahmen Unternehmen und Politik in der Schweiz gegensteuern können – und wie unsere Marke FACHKRAFT® dabei Orientierung bietet.
1. Ausbildung und Weiterbildung gezielt stärken
Ein zukunftsfähiger Arbeitsmarkt beginnt mit der Ausbildung. Die Schweiz verfügt über ein starkes duales Bildungssystem – doch dieses muss noch attraktiver gestaltet werden, um mehr junge Menschen für Mangelberufe zu gewinnen.
Auch die Weiterbildung ist ein entscheidender Hebel. Lebenslanges Lernen, modulare Kurse und flexible Qualifizierungswege sind wichtige Instrumente, um bestehende Fachkräfte auf neue Anforderungen vorzubereiten. Besonders für ältere Erwerbstätige und Menschen mit Wiedereinstiegswunsch bietet sich hier viel Potenzial.
2. Arbeitsbedingungen verbessern – jetzt
Wer Fachkräfte halten will, muss mehr bieten als ein gutes Gehalt. Es braucht flexible Arbeitszeitmodelle, echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf, moderne Arbeitsplätze und eine wertschätzende Unternehmenskultur.
Gerade in Berufen mit hohem Fachkräftemangel – etwa in der Pflege oder im Tourismus – sind gezielte Investitionen in die Arbeitsqualität dringend notwendig. Auch altersgerechte Arbeitsmodelle spielen eine zunehmend wichtige Rolle.
3. Erwerbsbeteiligung erhöhen: Frauen, Ältere, Migrant:innen
Ein unterschätzter Hebel gegen den Fachkräftemangel liegt im Binnenland: Viele Menschen sind grundsätzlich arbeitswillig, aber durch strukturelle Hürden eingeschränkt. Bessere Kinderbetreuung, gezielte Wiedereinstiegsprogramme oder Diversity-Initiativen können dabei helfen, das ungenutzte Potenzial zu aktivieren.
4. Internationale Fachkräfte gewinnen und integrieren
Die Schweiz ist auf Zuwanderung angewiesen – das zeigt sich besonders im Gesundheitswesen, der Forschung und der Tech-Branche. Wichtig ist, dass der Zugang für ausländische Fachkräfte vereinfacht und deren Integration aktiv gefördert wird. Sprachförderung, Wohnraumberatung oder Mentoringprogramme können hier entscheidend sein.
Portale wie ‚Work in Switzerland‘ und gezielte Employer-Branding-Maßnahmen auf LinkedIn & Co. helfen Unternehmen, auch international sichtbar zu werden.
5. Digitalisierung als Chance nutzen
Die Digitalisierung bietet großes Potenzial, Fachkräfte zu entlasten und neue Berufsbilder zu schaffen. Besonders in administrativen Bereichen oder im Kundenservice können Automatisierungslösungen Fachkräftelücken kompensieren. Entscheidend ist jedoch: Die digitale Transformation gelingt nur mit der entsprechenden digitalen Kompetenz der Mitarbeitenden – und diese muss gezielt aufgebaut werden.
Kurz zusammengefasst: Die wichtigsten Maßnahmen gegen Fachkräftemangel in der Schweiz
- Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung
- Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Mangelberufen
- Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen, Älteren und Menschen mit Migrationshintergrund
- Vereinfachte Anwerbung und Integration ausländischer Fachkräfte
- Digitalisierung von Prozessen und Förderung digitaler Kompetenzen
- Arbeitgeberattraktivität durch Employer Branding steigern
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Frage: Warum ist der Fachkräftemangel in der Schweiz so ausgeprägt?
Antwort: Neben dem demografischen Wandel sorgen veränderte Bildungsinteressen, die hohe Lebensqualität und der internationale Wettbewerb um Talente für Engpässe in vielen Branchen.
Frage: Was können Unternehmen konkret tun?
Antwort: Arbeitsbedingungen verbessern, gezielt weiterbilden, internationale Rekrutierung nutzen und durch starke Arbeitgebermarken überzeugen – das ist der Weg zu mehr Fachkraft.
Frage: Welche Branchen sind besonders betroffen?
Antwort: Gesundheitswesen, IT, Bildung, Baugewerbe, Tourismus und das verarbeitende Gewerbe zählen zu den am stärksten betroffenen Sektoren in der Schweiz.
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