Wie helfen Fachkräftezuwanderungsgesetze gegen den Mangel?
Der Fachkräftemangel in Deutschland ist längst kein theoretisches Problem mehr – er ist real, messbar und spürbar. Unternehmen suchen händeringend nach qualifizierten Mitarbeiter:innen, während wichtige Stellen unbesetzt bleiben. Ein Hebel, um diesem Mangel zu begegnen, liegt in der gezielten Fachkräftezuwanderung. Doch wie genau helfen Zuwanderungsgesetze tatsächlich, und was hat sich mit dem neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz geändert?
Fachkräftezuwanderung als Teil der Lösung
Die Bundesregierung hat erkannt, dass der inländische Arbeitsmarkt allein nicht ausreicht, um den Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu decken. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) wurde daher umfassend reformiert. Ziel ist es, den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt für qualifizierte Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Staaten zu erleichtern.
Die wichtigsten Maßnahmen des Gesetzes im Überblick:
- Erleichterter Zugang durch die Chancenkarte für Bewerber:innen ohne festen Arbeitsvertrag
- Absenkung der Gehaltsgrenzen für die Blaue Karte EU
- Einführung des sogenannten Spurwechsels für geduldete Geflüchtete mit Jobangebot
- Schnellere Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse
- Beschleunigte Visaverfahren für Arbeitgeber
- Erleichterter Familiennachzug für hochqualifizierte Fachkräfte
Was das für Unternehmen bedeutet
Die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte bietet Unternehmen in Deutschland echte Chancen – insbesondere in Branchen, die stark vom Fachkräftemangel betroffen sind, wie IT, Pflege, Bauwesen und Technik. Durch die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen können Betriebe einfacher internationale Talente rekrutieren und langfristig binden.
Zudem bringt das Gesetz mehr Flexibilität in die Personalplanung: Durch die Chancenkarte können motivierte Bewerber:innen ohne festen Arbeitsvertrag nach Deutschland kommen, sich vor Ort bewerben und kurzfristig eingesetzt werden.
Warum Zuwanderung allein nicht reicht
So hilfreich das Gesetz auch ist – es löst nicht alle Probleme. Bürokratische Hürden, mangelnde Sprachkenntnisse oder fehlende Anerkennung von Qualifikationen bleiben Herausforderungen. Zudem braucht es parallel Investitionen in Bildung, Weiterbildung und die Attraktivität von Berufen.
FAQ: Häufige Fragen zur Fachkräftezuwanderung
Was ist die Chancenkarte?
Die Chancenkarte ermöglicht Fachkräften ohne festen Arbeitsvertrag die Einreise nach Deutschland zur gezielten Jobsuche.
Was ist ein Spurwechsel?
Ein Spurwechsel erlaubt es abgelehnten Asylbewerber:innen mit Qualifikation und Jobangebot, in eine reguläre Beschäftigung zu wechseln.
Wie wirkt sich das Gesetz auf den Fachkräftemangel aus?
Langfristig kann das Gesetz dazu beitragen, offene Stellen zu besetzen und den Fachkräftemangel zu lindern – vorausgesetzt, Unternehmen und Behörden setzen es wirksam um.
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