Die Schweiz ist für ihre präzise Berufsausbildung, hohe Qualitätsstandards und starke Wirtschaft bekannt. Doch was gilt dort genau als Fachkraft? Wer darf offiziell so genannt werden – und was bedeutet das im Alltag? In diesem Artikel zeigen wir, was laut Gesetz, Praxis und FACHKRAFT®-Philosophie eine Fachkraft in der Schweiz ausmacht.
Fachkraft laut Schweizer Recht
Gemäß dem Staatssekretariat für Migration (SEM) gelten in der Schweiz folgende Personen als qualifizierte Fachkräfte:
- Hochschul- oder Fachhochschulabsolvent:innen,
- Personen mit einer abgeschlossenen Berufslehre mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ),
- Personen mit Berufsprüfung (BP) oder höherer Fachprüfung (HFP),
- sowie Personen mit besonderer Spezialisierung und mehrjähriger Berufserfahrung.
Diese Kriterien sind insbesondere für Nicht-EU/EFTA-Angehörige entscheidend für den Zugang zum Arbeitsmarkt.
Handlungskompetenz und Eigenverantwortung
Eine Fachkraft in der Schweiz überzeugt nicht nur durch Abschlüsse, sondern auch durch Handlungskompetenz. Das heißt: Wissen anwenden können. Wer Probleme löst, Prozesse verbessert und eigenverantwortlich arbeitet, zeigt, dass er oder sie mehr ist als nur arbeitsfähig – nämlich wirksam.
Anerkennung ausländischer Abschlüsse
Ausländische Qualifikationen müssen in der Schweiz durch entsprechende Stellen wie SERI, das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) oder kantonale Behörden anerkannt werden. Besonders im Gesundheitswesen ist eine offizielle Anerkennung unerlässlich. Die Gleichwertigkeit wird geprüft – falls nötig, mit ergänzenden Auflagen.
Wer in der Schweiz als Fachkraft gilt
- Abschluss einer beruflichen Grundbildung mit EFZ (eidg. Fähigkeitszeugnis)
- Berufsprüfung (BP) oder höhere Fachprüfung (HFP) in einem anerkannten Berufsfeld
- Hochschul- oder Fachhochschulabschluss (CH oder anerkannt aus dem Ausland)
- Mehrjährige Berufserfahrung mit fachspezifischer Spezialisierung
- Handlungskompetenz und eigenverantwortliche Berufsausübung
- Anerkennung ausländischer Diplome durch offizielle Stellen (z. B. SERI, SRK)
FACHKRAFT® – über Abschlüsse hinaus
FACHKRAFT® in der Schweiz heißt nicht nur, einen Titel zu tragen – sondern Haltung zu leben. Fachkräfte mit Herz, Verstand und Verantwortung prägen Unternehmen nachhaltig. Sie sind die Brückenbauer zwischen Qualität und Menschlichkeit, zwischen Handwerk und Fortschritt. Mit dem Gütesiegel FACHKRAFT® wird diese Haltung sichtbar – in der Schweiz, im Dreiländereck und darüber hinaus.
FAQ – Was gilt in der Schweiz als Fachkraft?
Was ist ein EFZ?
Das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) ist der Nachweis einer erfolgreich abgeschlossenen Berufslehre in der Schweiz. Es ist die häufigste Basis für den Fachkraftstatus.
Gilt ein ausländischer Abschluss in der Schweiz?
Nur mit offizieller Anerkennung durch zuständige Stellen wie SERI, SRK oder kantonale Behörden.
Was ist der Unterschied zwischen BP und HFP?
Die Berufsprüfung (BP) vertieft praktisches Wissen in einem Fachbereich, während die höhere Fachprüfung (HFP) eine noch weiterführende Spezialisierung mit Führungsverantwortung darstellt.
Kann ich ohne Diplom als Fachkraft gelten?
In Ausnahmefällen ja – wenn eine langjährige Berufserfahrung mit fachspezifischer Expertise und Spezialisierung vorhanden ist.
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