Wenn über den Mangel an Arbeitskräften gesprochen wird, fällt häufig der Begriff „Fachkräftemangel“. Doch nicht immer ist klar, ob wirklich Fachkräfte gemeint sind – oder schlichtweg Menschen, die bereit sind, zu arbeiten. Diese Unterscheidung ist essenziell, denn Fachkräftemangel und Arbeitskräftemangel sind zwei unterschiedliche Phänomene mit eigenen Ursachen, Auswirkungen und Lösungen. In diesem Artikel klären wir die Unterschiede und zeigen, warum es so wichtig ist, genau hinzusehen – gerade mit Blick auf die Zukunft des deutschen Arbeitsmarkts und das, was echte FACHKRÄFTE® ausmacht.
Was bedeutet Fachkräftemangel?
Der Begriff „Fachkräftemangel“ bezeichnet den Mangel an qualifizierten, ausgebildeten Arbeitskräften mit speziellen Kenntnissen, Fertigkeiten und meist einem nachgewiesenen Abschluss. Besonders betroffen sind Branchen wie das Handwerk, die IT, das Gesundheitswesen oder auch die Kinderbetreuung.
Ein Beispiel: Eine Klinik sucht Pflegefachkräfte mit einer dreijährigen Ausbildung – diese sind kaum zu finden. Das ist klassischer Fachkräftemangel.
Was ist ein Arbeitskräftemangel?
Im Gegensatz dazu beschreibt der Begriff „Arbeitskräftemangel“ einen generellen Mangel an verfügbaren Arbeitskräften – unabhängig von deren Qualifikation. Es fehlen schlicht Menschen, die arbeiten können oder wollen.
Ein Beispiel: Ein Logistikzentrum hat Schwierigkeiten, genügend Hilfskräfte für einfache Lagertätigkeiten zu finden – unabhängig davon, ob diese eine formale Ausbildung haben. Das ist ein Arbeitskräftemangel.
Warum ist die Unterscheidung so wichtig?
Die beiden Begriffe werden oft vermischt – doch das führt zu falschen Maßnahmen. Während gegen Fachkräftemangel gezielte Qualifizierungs- und Zuwanderungsstrategien helfen, braucht es gegen Arbeitskräftemangel vor allem strukturelle Reformen und Anreize zur Erwerbstätigkeit.
Unterschiede auf einen Blick
- Fachkräftemangel: Mangel an qualifizierten Arbeitskräften mit spezifischer Ausbildung
- Arbeitskräftemangel: Mangel an Arbeitswilligen unabhängig von der Qualifikation
- Ursachen: Bei Fachkräften oft Bildungssystem, fehlende Weiterbildung, geringe Attraktivität bestimmter Berufe – bei Arbeitskräften meist demografischer Wandel, Renteneintritt der Babyboomer, unzureichende Arbeitsanreize
- Lösungen: Umschulung, Zuwanderung, gezielte Förderung (bei Fachkräften) vs. Aktivierung inländischer Reserven, bessere Arbeitsbedingungen (bei Arbeitskräften)
Wie betrifft das Unternehmen konkret?
Für Unternehmen ist es entscheidend, den Unterschied zu erkennen. Wer eine Fachkraft ersetzen muss, sollte gezielt nach Qualifikation suchen. Wer einfach „helfende Hände“ braucht, muss eventuell andere Recruiting-Wege gehen oder das Arbeitsumfeld attraktiver machen.
Und was ist mit FACHKRAFT®?
Bei uns geht es nicht um irgendeinen Arbeitsplatz. Sondern um Berufung, Haltung und Handwerk. Eine FACHKRAFT® ist mehr als eine qualifizierte Arbeitskraft – sie ist jemand, der mit Herz, Können und innerer Haltung wirkt.
FAQ
Was ist schlimmer – Fachkräftemangel oder Arbeitskräftemangel?
Beide sind problematisch, aber Fachkräftemangel betrifft meist systemkritische Bereiche wie Pflege oder Bildung.
Können Quereinsteiger Fachkräftemangel lösen?
Teilweise. Mit gezielter Qualifizierung und Einarbeitung können auch Quereinsteiger zur Lösung beitragen.
Wie erkenne ich, ob mein Unternehmen von Fach- oder Arbeitskräftemangel betroffen ist?
Schauen Sie auf die Stellenprofile. Geht es um einfache Tätigkeiten oder um spezielle Qualifikationen?
Was hilft gegen beide Arten des Mangels?
Attraktive Arbeitsbedingungen, Digitalisierung, gezielte Ansprache von Talenten – und: Die Auszeichnung als FACHKRAFT®-Betrieb.







