Fachkräftemangel ist kein abstraktes Phänomen, sondern eine spürbare Realität in vielen Branchen. Ob Handwerk, Pflege oder IT – überall fehlen Menschen, die mit Können, Haltung und Herz ihre Arbeit leisten. Doch welche Fachkräfte fehlen am meisten? Und was bedeutet das für Unternehmen, die Zukunft der Arbeit und unsere Gesellschaft? Ein Blick auf die Daten, Analysen und Perspektiven zeigt, wo die größten Engpässe herrschen – und was die FACHKRAFT®-Bewegung beitragen kann.
Die größten Engpässe: Wo der Fachkräftemangel am stärksten ist
Nicht alle Berufe sind gleichermaßen vom Fachkräftemangel betroffen. Manche Branchen spüren die Lücken im Personalbestand besonders deutlich. Laut aktuellen Studien und Erhebungen fehlen Fachkräfte insbesondere in folgenden Bereichen:
1. Kinderbetreuung und Erziehung
- Über 21.000 Fachkräfte fehlen in Kitas und Einrichtungen der frühkindlichen Bildung.
- Rund 300.000 Betreuungsplätze können bundesweit nicht besetzt werden – nicht wegen der Räumlichkeiten, sondern wegen fehlender Fachkräfte.
2. Handwerk
- Besonders stark betroffen sind Bauelektrik, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Dachdeckerbetriebe.
- Auch das Ausbaugewerbe leidet unter einem zunehmenden Mangel – Bauprojekte verzögern sich, Kunden warten monatelang.
3. Gesundheitswesen
- Die Pflegebranche ist chronisch unterbesetzt.
- Altenpflege und Krankenpflege kämpfen mit Überlastung, hohem Krankenstand und wachsender Personalnot.
4. IT und Digitalisierung
- Informatiker:innen und IT-Fachkräfte werden auf allen Qualifikationsstufen gesucht.
- Besonders kritisch: Fachkräfte mit Know-how in IT-Sicherheit, Datenanalyse und Softwareentwicklung.
5. Bildung und Schule
- Lehrkräfte fehlen – besonders an Grund- und Förderschulen.
- Prognosen gehen von bis zu 68.000 fehlenden Nachwuchslehrkräften bis 2035 aus.
Weitere betroffene Berufe:
- MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)
- Produktion und Fertigung
- Bau- und Gebäudetechnik
Ursachen: Warum fehlen diese Fachkräfte?
- Demografischer Wandel: Die Babyboomer gehen in Rente, Nachfolger fehlen.
- Geringe Attraktivität bestimmter Berufe: Schlechte Bezahlung, hohe Belastung, mangelnde Anerkennung.
- Fehlende Qualifikation: Anforderungen steigen, Qualifizierungsmaßnahmen hinken hinterher.
- Regionale Unterschiede: In ländlichen Regionen ist der Mangel oft noch gravierender.
Was können Unternehmen tun?
Unternehmen können dem Fachkräftemangel nicht tatenlos zusehen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, proaktiv zu handeln:
Ausbildung stärken: In den eigenen Nachwuchs investieren.
Employer Branding: Als attraktiver Arbeitgeber sichtbar werden.
Arbeitsbedingungen verbessern: Flexibilität, Kultur und Entwicklungschancen bieten.
Quereinstieg und Weiterbildung fördern: Fachkräfte intern entwickeln.
Zuwanderung aktiv gestalten: Internationale Fachkräfte gezielt integrieren.
FAQ: Häufig gestellte Fragen
Welche Fachkräfte fehlen aktuell am meisten?
Besonders fehlen Pflegekräfte, Erzieher:innen, Handwerker:innen, IT-Fachkräfte und Lehrkräfte.
Warum gibt es einen Fachkräftemangel in diesen Bereichen?
Hauptgründe sind der demografische Wandel, geringe Berufsanreize und fehlende Qualifikationen.
Wie kann man Fachkräfte langfristig binden?
Durch gute Arbeitsbedingungen, Weiterentwicklungsmöglichkeiten und eine wertschätzende Unternehmenskultur.
Was ist FACHKRAFT®?
FACHKRAFT® ist das Gütesiegel für Betriebe und Menschen mit Haltung, Herz und Wirkung. Mehr erfahren:
FACHKRAFT® – das Gütesiegel für Menschen mit Haltung, Herz und Wirkung. Mehr zum Thema:








